Mittwoch, 28. September 2016

OpenMediaVault 3.0 auf WD MyBook Live

Nachdem ich Debian Jessie auf meinem WD MyBook Live installiert habe, wollte ich das nackte System für etwas sinnvolles einsetzen. Ich hatte schon viel Gutes von OpenMediaVault gehört, da trifft es sich, dass an einer neuen 3er Release auf Debian Jessie Basis gearbeitet wird.

Das System macht einen Schlüsselfertigen Eindruck, es gibt diverse Images zum herunterladen.
Bei der Installation in ein bestehendes Debian muss lediglich eine APT-Sources Datei ergänzt werden:

#/etc/apt/sources.list.d/openmediavault.list
deb http://packages.openmediavault.org/public erasmus main

Leider wurden für die MBL Plattform (PowerPC) noch nicht alle aktuellen Pakete gebaut, so dass ich das kurz nachholen musste.
Nun kann die Installation beginnen:

apt-get update
apt-get install hdparm proftpd-basic php5-common openmediavault-keyring

wget http://loetzimmer.de/patches/php5-pam_1.0.3-4_powerpc.deb
wget http://loetzimmer.de/patches/php5-proctitle_0.1.2-4_powerpc.deb
wget http://loetzimmer.de/patches/proftpd-mod-vroot_0.9.3-1_powerpc.deb

dpkg -i php5-pam_1.0.3-4_powerpc.de
dpkg -i php5-proctitle_0.1.2-4_powerpc.deb
dpkg -i proftpd-mod-vroot_0.9.3-1_powerpc.deb

apt-get install openmediavault

Nach ein paar Minuten sind alle Pakete heruntergeladen und installiert.

Erwartungsgemäß zwingt OpenMediaVault das System sehr in die Knie. Ein sinnvolles arbeiten ist nicht möglich, da es aufgrund des mageren Speichers (256MB) ständig am Swappen ist.
Hinzu kommt der Single-Core Prozessor, der die vielen parallelen Prozesse kaum rechtzeitig abarbeiten kann.
Das ist in keiner Weise ein Problem von OpenMediaVault (das System sieht schick aus und hat einen gewaltigen Funktionsumfang!). Vielmehr ist das MBL ein acht Jahre altes Stück Hardware, welches eine bedachte Software-Auswahl zum sinnvollen Betrieb benötigt.

Debian Jessie auf WD MyBook Live (MBL) - Teil 3: Anpassungen

Nach erfolgter, sauberer Debian Jessie Intallation auf dem WD MyBook Live braucht es noch ein paar Handgriffe zum perfekten Heimserver.

Man sollte sich in jedem Fall im Klaren sein, dass mit 256MB Ram heute kein Blumentopf mehr zu gewinnen ist, aber eine bedachte Paketauswahl macht das System zu einem schnellen und leisen Server. (Ich habe z.B. mini-httpd statt Apache installiert, PHP ist bei mir der größte Speicherfresser, daher nutze ich es sehr sparsam. Eine Datenbank kommt nicht zum Einsatz - die Festplatte soll schließlich die meiste Zeit schlafen.)


Debian Jessie auf WD MyBook Live (MBL) - Teil 2: Bootstrap

Mein Anfangspost zu Jessie auf dem MyBook Live ist deutlich umfangreicher geworden als zunächst gedacht. Daher folgen nun die Schritte für die eigentliche Installation analog zu Wheezy Installation auf dem MBL.

(Ausgehend von einer frischen Installation aus dem Western Digital Original Image.)

Debian Jessie auf WD MyBook Live (MBL) - Teil 1: 4.x Kernel bauen

Nachdem ich nun schon einige Jahre Debian Wheezy auf meinem MyBookLive einsetze, bin ich neulich mal wieder über den Aktualitätsstand der Pakete gestolpert - so dass ich dem Leidensdruck nachgeben musste und auf Debian Jessie updaten musste.

Da uDev und Systemd nicht mit dem 2.6er Kernel zusammenarbeiten, musste ich zuerst einen aktuellen 4er Kernel kompilieren. Es gibt verschiedene Portierungen der 2.6er Patches auf die aktuellen Kernel, ausgehend von der Kernel 4.0 Portierung bis Kernel 4.1 Anpassungen.

Gestern habe ich gesehen, das das LEDE-Projekt (quasi Nachfolger von OpenWRT) ebenfalls seit einigen Monaten die Platform unterstützt. Ursprünglich fanden sich die Patches im GitHub von Christian Lamparter, inzwischen sind sie aber auch im offiziellen LEDE Repository.


Samstag, 30. Januar 2016

RWE Smart Home - Notifications mit PHP Library

Während ich noch vor ein paar Jahren eine Gastherme aus den 90ern zum Heizen der Wohnung per kontrolliertem Strom ein/aus über eine Funksteckdose schalten musste, habe ich nun den "Luxus" einer Fußbodenheizung.
Da ich bis vor zwei Jahren bei ELV (FS20) nichts gefunden hatte, was mir diesbezüglich zusagte,hatte ich bei einem BlackFriday Angobot zugeschlagen und günstig eine RWE SmartHome Zentrale Controller für Fußbodenheizungsventile und vier Raumthermostate erstanden.

Der allgemeine Glauben, dass man sich wegen der "geschlossenen" Lösung in Bezug auf die Benutzung vom Hersteller abhängig macht, stimmt hier nicht - es gibt eine Reihe von Ansätzen, mit der Anlage genau das zu machen, was der werte HomeAutomation Hacker möchte. Die API ist inzwischen rechtgut dokumentiert.

Aus Platz- und Speicherspargründen habe ich mich für die PHP-Implementierung der API entschieden. Alternativen sind im SmartHomeForum beschrieben.

Dienstag, 17. Februar 2015

Bridged IPv6/Routed IPv4 an KabelBW/UnityMedia TC7200 (Update 1)

Nicht genug, dass mein Kabel-Internetanbieter mir nur DualStack-Lite anbietet (d.h. keine öffentliche IPv4 Adresse), es ist mir auch nicht erlaubt das beigesteuerte Kabelmodem TC7200 als solches zu verwenden.
Nach jedem Start des Gerätes gibt es eine Remote-Config Datei, die es in einen extrem kastrierten Router-Modus versetzt. Für IPv4 ist der Router ist der Endpunkt des DS-Lite Tunnels. Das NAT findet am anderen Ende des Tunnels im CGN Gateway statt. Somit sind sämtliche Port-Weiterleitungsfunktionen nicht zu gebrauchen.

Nun könnte man die IPv6 Firewall ausschalten und jedes Gerät im LAN mit seiner IPv6 Adresse ansprechen, aber das könnten dann auch die bösen Buben...
Ein zwischengeschalteter Router würde eine fein abstimmbare Firewall mit sich bringen, aber dieser Ansatz schlägt fehl, weil der TC7200 keine Prefix-Delegation beherrscht.

Nun möchte ich mich hier nicht über die Unzulänglichkeiten des TC7200 aufregen (grrrrrrr!!!!), sondern einen Weg aufzeigen, wie mit einem zusätzlichen OpenWRT Router doch noch eine zufriedenstellende Lösung gebastelt werden kann.

Samstag, 3. Januar 2015

Forced to hack - Toshiba 32L3433

Es ist Weihnachten, und ausnahmsweise gibt es einen profanen Fernseher für die Familie. "Nur" 32 Zoll durfte er haben, um den Platz des alten Geräts einzunehmen. Dafür durfte aber WiFi (für die Mediatheken/HbbTV) und Videorecorderfunktion (PVR) nicht fehlen. Das preiswerteste Modell war dann ein Toshiba 32L3433DG für ca.260EUR.

Ich hatte bereits gelesen, dass die HbbTV Funktion erst nach einem Firmware Update nutzbar sei. Im Menu "Erweiterte Einstellungen" stand dann auch Software Version 2.2.4x und Update Version 3.3.6x - was mich veranlasste das Update von der Toshiba Seite zu laden.

Nachdem ich fünf verschieden USB-Sticks und verschiedene File-Systeme erfolglos durchprobiert hatte, war ich schon kurz davor das Gerät zurückzuschicken (sehr zum Unmut der Beschenkten). Eine ausgiebige Recherche förderte dann allerdings interessantes zu Tage.